Wintermüde Füße brauchen Pflege

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Rissige Haut, Hornhaut, eingewachsene Nägel? Der Winter fordert unseren Füßen allerhand ab. Als Podologin unterstütze ich ihre Fußgesundheit.

Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße, um die Wärme in der Körpermitte zu speichern. Das führt dazu, dass weniger warmes Blut bis in die Zehen gelangt. Wer dann noch in dichten Schuhwerk ersteinmal schwitzt und feuchte Füße bekommt, spürt das Auskühlen der Füße noch rascher. Zusätzliche Nässe durch Schnee oder Regen verstärkt die Auskühlung. Zu enges Schuhwerk drückt auf Nerven und Gefäße und die Durchblutung zusätzlich verschlechtern.

Auch langes Sitzen oder Stehen in der Kälte kann den Blutfluss verlangsamen. Zuhause macht den Füßen dann die trockene Heizungsluft zu schaffen, die den Füßen Feuchtigkeit entzieht zu rissigen und spröden Fersen, sowie zu Schrunden führen kann. Auch medizinische Faktoren, wie eine Schilddrüsenunterfunktion, Niedriger Blutdruck, Diabetes oder Rauchen können die Kälteempfindlichkeit der Füße erhöhen.

Als Podologin kürze ich ihre Nägel fachgerecht, entferne ich überschüssige Hornhaut und setze bei eingewachsenen Nägeln Tamponaden oder auch Nagelspangen, um Schmerzen und Entzündungen zu lindern.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die podologische Komplexbehandlung auf ärztliche Verordnung beim diabetischem Fußsyndom und Fußsyndrom bei Neuropathien sowie bei Querschnittssyndromen. Nagelspangen bei eingewachsenen Nägeln sind seit Juli 2022 eine Kassenleistung. Fragen Sie Ihren Arzt.

Was Sie selbst für Ihre Füße tun können:

  • Vermeiden Sie zu enges Schuhwerk und trocknen Sie Ihre Schuhe bei Nässe gut. Tragen Sie atmungsaktive Socken (Wollsocken) und wechseln Sie diese, wenn die Socken doch einmal feucht geworden sind.
  • Regen Sie mit Wechselduschen, Fußbädern oder Fußmassagen die Durchblutung an.
  • Cremen Sie ihre Füße täglich mit urea-haltigen Cremes ein, um trockener Winterhaut vorzubeugen.
  • Schneiden Sie Ihre Nägel gerade (nicht abgerundet), um Einwachsen zu verhindern.